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28.juni 2009: Neuigkeiten zu
Albert
Nachdem die geänderte Behandlung von Albert
- liebevoll Demo von uns gerufen - im Januar diesen Jahres
seinen Zustand etwas verbessert hatte, gibt es jetzt - knapp ein halbes Jahr
später - leider nichts neues von Albert.
Albert lebt hier im Rudel, wurde
schulmedizinisch aussortiert und wird jetzt naturheilkundlich behandelt.
Dies mit mehr oder weniger Erfolg. Er hat nach wie vor wenig bis gar kein
Fell, er trägt quasi einen Irokesen-Haarschnitt. Pickel hat er auch immer
noch, allerdings weniger.
Aber er lebt jetzt mit Freude mit den anderen
Hunden zusammen und er hat so etwas wie Leben, das Leben eines Hundes
natürlich. Er spielt jetzt langsam auch mit den anderen Hunden, tobt hier
durch's Haus. Allerdings schläft er viel mehr, als die anderen Hunde, das
Leben scheint ihn mehr anzustrengen.
Seine Immunschwäche soll jetzt auch noch
einmal versuchsweise mit 'Barfen' bekämpft werden, damit konnte einem Boxer
in ähnlicher Verfassung mit Erfolg geholfen werden...
Ihre
Anke Körner-Walkenhorst
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14.januar 2009: Neuigkeiten
zur Geschichte von
Albert
Nachdem die Behandlung von Albert, der jetzt
nur noch Demo oder kleiner Mann genannt wird,
nun etwas verändert wurde, scheint sich sein Zustand etwas zu bessern.
Er wird nun mit Antibiotikum und Cortison
behandelt, bekommt Diätfutter mit Propolis und Gelee Royal, wird jeden
zweiten Tag mit einem besonderen Hautbad gebadet und zwischendurch mit einem
Schaum für das Fell behandelt.
Sein Fell wächst nun langsam, aber stetig, der
Schorf ist verschwunden, es bilden sich auch immer weniger vereiterte
Stellen. Ende Januar - sobald das Antibiotikum verbraucht ist, muss ein
neues Blutbild von ihm genommen werden, um zu sehen, ob die Organe noch
funktionieren und um zu sehen, wie man ihn dann weiter behandeln kann.
Er schläft immer noch viel, seine Haut ist
auch immer noch wärmer als bei den anderen, gesunden Hunden, aber er selber
kratzt sich jetzt weniger.
Wir hoffen, dass sich diese positive
Entwicklung fortsetzt und warten nun mit einigermaßen Bangen auf die
geplante Blutuntersuchung...
Ihre
Anke Körner-Walkenhorst
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31.10.2008: schlechte
Neuigkeiten zur Geschichte von
Albert
Letzte Woche wurde von Albert in einer
kleinen Operation ein Stück seiner Haut entfernt und ins Labor geschickt, um
festzustellen, was Albert nun genau hat und wie man ihm am besten
helfen kann. Bei der Entnahme musste auch besonders vorsichtig verfahren
werden, da Albert immer noch bei den kleinsten Wunden sehr viel
blutet.
Zu dieser Untersuchung haben wir uns in
Absprache mit unserem Vereinstierarzt entschieden, da sich der Hautzustand
sofort nach Abschluss der Antibiotika-Therapie verschlimmert - und zwar
immer schneller. Momentan - einen Tag nach Beendigung der letzten
Antibiotika-Therapie - sieht Alberts Bauch wie ein roter
Streuselkuchen mit weißen Streuseln aus!
Heute kam der Labor-Bericht an, den uns unser
Vereinstierarzt genauer erläuterte. Albert hat eine 'generalisierte
Demodikose'. In der Hautprobe sind Milben in allen Stadien ihres
Lebenszyklus gefunden worden...
Aller Wahrscheinlichkeit nach hat Albert einen Gen-Defekt durch
unsachgemäße 'Vermehrung' ('Züchtung' kann man dazu eigentlich nicht mehr
sagen) bekommen. Zusätzlich sind einige seiner Keime schon resistent gegen
das Antibiotikum der ersten beiden Therapien. Das Labor empfiehlt dringend,
dass mit Albert nicht gezüchtet wird, da er diesen Defekt vererben
würde. Wie gut, dass dieser kleine Kerl jetzt bei uns ist und nicht als
Deckrüde - wie ursprünglich von seiner Ex-Besitzerin geplant - missbraucht
wird!
Nun wird Albert mit einem anderen
Antibiotikum behandelt. Wir hoffen, dass es anschlägt und dem kleinen
Albert wenigstens soweit helfen kann, dass seine Haut und sein Fell sich
weitestgehend erholen können. Ganz geheilt wird er wohl nicht werden können,
man muss bei Stress-Situationen immer damit rechnen, dass sich sein Zustand
verschlechtert...
Ihre
Anke Körner-Walkenhorst
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09.10.2008: Neuigkeiten zur
Geschichte von
Albert
Zwischenzeitlich konnte Albert seine
Quarantäne verlassen und mit den anderen Hunden hier spielen und toben, was
er sehr genießt. Seine Behandlung mit Antibiotika war abgeschlossen, zwei
Tage später verschlimmerte sich sein Hautzustand dann aber sofort wieder
derart, dass unser Tierarzt gleich die nächste Antibiotika-Therapie für
weitere 20 Tage verordnete.
Uns erreichten einige liebe Angebote von
Menschen, denen die Geschichte von Albert nahe geht, Albert zu
übernehmen. Derzeit ist Albert nach Aussage unseres Tierarztes
allerdings noch nicht in dem Zustand, vermittelt werden zu können, da die
Gefahr besteht, dass durch eine derartig einschneidende Veränderung seiner
Lebensumstände die Krankheit wieder in vollem Umfang ausbricht und er sein
zaghaft nachwachsendes Fell wieder verliert. Alberts Immunsystem muss
zuerst soweit stabil werden, dass eine derartige Gefahr nicht mehr besteht,
um zu anderen Menschen und Tieren zu kommen.
Wer Albert momentan helfen möchte, kann dies
am besten über eine Spende oder eine Patenschaft tun...
Ihre
Anke Körner-Walkenhorst |
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24.09.2008:


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Die Geschichte von
Albert
Im Dezember 2007 wurde dieser French Bully
wohl geboren. Geboren und in die Hände einer alkoholkranken Frau abgegeben,
bei der er als Zuchtrüde für Nachwuchs sorgen sollte. Dort sollte er dann in
einem dunklen Gemäuer "gedeihen" um schnell flugs für Nachwuchs zu sorgen,
der dann genauso "gut" wie der Vater aufwachsen sollte (nicht zu lange
natürlich...), um dann in flüssige Nahrung umgesetzt zu werden.
Dieses "Gedeihen" der Hunde in den Händen
dieser Dame beschränkt sich auf pures wachsen, dass einzige, was die Tiere
bei ihr bekommen, ist minderwertiges Futter und Wasser. Impfungen,
Entwurmungen, Zuwendung - dies alles sind Fremdworte für die Hunde, die dort
leben müssen. Sobald irgendwelche gesundheitliche Probleme auftreten, werden
die Tiere - so wie sie sind - im Tierheim entsorgt, so auch Albert,
den wir vom Tierheim übernahmen und zur Erstversorgung in einer Tierklinik
unterbrachten.
Nach einem einwöchigen Aufenthalt in der
Tierklinik kam Albert dann zu mir, der
Ansprechpartnerin,
allerdings sicherheitshalber für ihn selber und für hier lebenden Hunde in
Quarantäne. Dort sitzt er nun schon in der dritten Woche und er darf immer
noch keinen Kontakt mit seinen vierbeinigen Kumpels haben, was er doch so
gerne möchte.
Bei uns bekam dieser nette, kleine Bully
den Namen Albert, französisch gesprochen: ALBEER.
Genannt wird er hier allerdings liebevoll Demo, denn er hat
Demodexmilben und kam mit komplett entzündeter Haut, teilweise offen und
vereitert, zu mir in die Betreuung. Kochend heiß war die Haut und bei
Berührung platzte sie auf und blutete stark.
Inzwischen ist zu erkennen, dass er
eigentlich weiß ist, mit dunklen, gestromten Flecken, denn es geht ihm
langsam besser und er bekommt Fell. Aufgrund des Aufwachsens in dunklen
Räumen sind seine Vorderbeinchen mehr als üblich nach Außen gebogen und die
Füßchen vorne sind durchgetreten, Folgen vom Vitaminmangel und Lichtmangel.
Trotzdem er in seinem knapp zehnmonatigen
Leben schon so viel erleiden musste, hat der kleine Mann Sonne im Herzen und
Gemüt, er trägt den Menschen gar nichts nach. Wenn er schon mit den Hunden
noch nicht spielen darf, flitzt er halt - mit Stöckchen bewaffnet - mit
Pflegefrauchen oder -herrchen durch den Garten. Ein freundlicher, offener,
kleiner Kerl, den bitte nie wieder ein Mensch enttäuschen oder quälen soll!
Dafür können wir hoffentlich mit einer passenden Vermittlung sorgen. Es wird
noch ein Bisschen dauern, dann kann er endlich den ersehnten Kontakt mit den
anderen Hunden im Haus haben und toben und auch mit Hunden kuscheln und
nicht nur mit den Pflegeeltern, was er sehr genießt.
Fast täglich wird er gebadet, gecremt und
mit Antibiotika und einem Mittel gegen den übermäßigen Milbenbefall
behandelt, so dass die Haut heilt und wieder Fell nachwächst. Allerdings
kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch in Zukunft noch wieder mit den
Milben zu kämpfen ist, denn aufgrund der miserablen Aufzucht ist die
Immunabwehr nicht voll auf der Höhe. Die Schäden an seinen Vorderbeinchen
werden nicht mehr verschwinden, trotz guter Behandlung und gutem Futter. Das
was diesem Bully passiert ist, sollte keinem Hund passieren dürfen und kein
Mensch sollte so etwas dulden oder gar mit ansehen, aber es passiert...,
leider.
Ich möchte schließen mit einem Spruch, der
mir hier passend erscheint:
Solange Menschen
denken,
Tiere würden nicht fühlen,
werden Tiere fühlen,
dass Menschen nicht denken.
Ihre
Anke Körner-Walkenhorst |
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