Püppy *neuigkeiten vom 4. märz*

Name:
   Püppy

Geboren:
   22. März 2011

Geschlecht:
   weiblich

Rasse:
   frz. Bulldogge

Farbe:
   weiß mit schwarz

Kupiert:
   nein

Gewicht:
   7 kg

Schulterhöhe:
   25 cm

Standort:
   Bergkamen
   (Nordrhein-Westfalen)

Telefon:
(Gerlach)
   02307/299612
   0163/2327025
(Körner-Walkenhorst)
   0421/8398897
   0151/50484691

E-Mail:
   rpg@notboxer.de
   akw@notboxer.de

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Hallo,

heute stellen wir Ihnen ein ganz besonders traurigen Fall von Tierquälerei vor, und das mitten in Deutschland. Unser Telefon klingelte und eine befreundete Tierschützerin fragte, ob wir eine Möglichkeit hätten, eine völlig verwahrloste, unterernährte und mit Wunden übersäte französische Bullyhündin übernehmen könnten - wir konnten. So fuhr ich zu dem behandelnden Tierarzt, um die kleine Maus in Empfang zu nehmen. Für uns Tierschützer, die ja einiges gewöhnt sind, ist so ein Gang auch nicht immer leicht, nie weiß man, was einen erwartet…

In einem der hinteren Behandlungszimmer lag ein weißes Bündel, mit weit aufgerissenen riesigen Augen und mit zahlreichen frischen Wunden übersät. Augen die fragten, was nun, was willst Du von mir? Fragezeichen über dem kleinen Köpfchen und Panik, was nun kommt. Im Liegen trank sie das frische Wasser aus einer Schüssel, zu schwach, um auf zu stehen, zu sehr schmerzen ihre offenen Wunden - am ganzen Körper!

Ich nahm sie vorsichtig auf den Arm und trug sie vorsichtig ins Auto, eingewickelt in eine warme Decke. Zuhause dem Rudel vorgestellt, und dann ab auf das Sofa. Die erste Nacht schlief sie ruhig, zwischen durch bearbeitete sie ihre Pfoten, besonders die Hinterläufe, da sich dort tiefe Wunden befinden. Diese sind auf Fesselungen zurückzuführen, die Wunden sind so tief, dass ein Streichholz darin verschwinden würde. Sie befinden sich bei beiden Hinterläufen auf derselben Höhe. Oberhalb des linken Hinterlaufes hat die kleine einen Männerfaust-großen Abszess, der eitert und wird jeden Tag beim Tierarzt gespült und versorgt. Er ist über Nacht aufgegangen, sodass die gesamte Flüssigkeit langsam abläuft.  Die Entzündung geht bis in das Beinchen, sodass sie stark humpelt. Der gesamte kleine Körper ist voll mit Wunden, teils offen, teils am Abheilen. Wenn man den kleinen geschundenen Körper anfasst, hat man das Gefühl, sie zu zerbrechen. Sie schläft bei uns im Schlafzimmer, eingewickelt in zwei Kuscheldecken. So haben wir sie auch nachts im Auge und sie hat das gute Gefühl, nicht alleine zu sein.

Es wird noch eine geraume Zeit dauern, bis Püppy - so haben wir die kleine getauft - völlig gesund ist, dann werden die Narben blass sein, die Narben auf der Seele hoffentlich auch. Wir wünschen uns, dass sie alles gut verkraftet, sie bald ein unbeschwertes Bullyleben führen kann. Im Moment ist sie davon noch weit entfernt, aber wir geben alles, damit sie glücklich wird.

Wir bitten Sie um Unterstützung für Püppy, indem Sie einen kleinen Beitrag spenden, ihre Behandlung wird einiges an Kosten hinterher ziehen. Ich weiß, viele bitten um Geld, Püppy hat es sich nicht ausgesucht...

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Wir werden in Abständen über Püppys Fortschritte berichten.

Petra Gerlach für das Team von znb

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9. Februar 2012

Hallo Bullyfreunde,

heute kann ich schon wieder ein wenig über Püppy berichten. Die kleine Maus entwickelt sich sehr gut, der Tierarzt ist mit dem Verlauf der Wundheilung sehr zufrieden und ist jedes Mal erstaunt über die körperliche und mentale Verfassung der kleinen Kämpferin.

An den Hinterläufen haben sich große Fellstücke gelöst, darunter kam das wunde Fleisch hervor. Das alte Gewebe hatte sich gelöst, mit ihm auch die Bänder, die eingewachsen waren. Wir cremen diese empfindlichen Hautflächen mit Fettcreme ein, damit sich in Ruhe neues Gewebe bilden kann - und auch als Schutz vor der eisigen Kälte. Wenn die kleine länger im Garten spielen möchte, bekommt sie Söckchen über die Pfötchen, damit hat sie auch mehr Schutz und kann besser auftreten. So ganz kann sie leider immer noch nicht das linke Hinterbein benutzen, da sich leider noch ein großes Stück Ballen verabschiedet hat, es ist einfach abgestorben. Es bildet sich ganz langsam eine dünne Schicht über der wunden Stelle, es wird noch dauern bis sie die Pfote ganz normal einsetzen kann.

Nachdem wir die erste Woche jeden Tag und die letzte Woche nur jeden zweiten Tag beim Tierarzt vorstellig waren, brauchen wir erst in zwei Wochen wieder kommen, da Püppy gutes Heilfleisch hat und die Medikamente gut angeschlagen haben. Sie freut sich jedes Mal, wenn wir mit ihr die Praxis betreten, obwohl manche Spritzen sehr weh taten. Ich denke, diese kleine Maus musste schon so viel in ihrem kleinen Leben ertragen, sie kann so leicht nichts mehr so richtig schocken.

Gegenüber Menschen hat sie überhaupt keine Probleme, andere Hunde sind willkommen. Sie besitzt eine ungeheurere Lebensenergie und den festen Willen, alles zu schaffen. Den ganzen Tag hüpft sie durchs Haus, folgt jedem auf Schritt und Tritt. Neugierig untersucht sie im Keller die Ecken auf Essbares oder lange verschollene Spielzeuge werden aus Ecken heraus geholt, an die niemand meh gedacht hat. Dann sieht sie uns mit ihren Kulleraugen an und ihre großen Öhrchen stehen niedlich ab, als wären ihre Vorfahren Fledermäuse gewesen.

Es macht uns einen großen Spaß Püppy begleiten zu dürfen und sie auf den richtigen Weg zu bringen. Obwohl wir nie ihre Not vergessen werden, in der sie sich noch vor zwei Wochen befand. Vielen Dank an die netten Spender, die uns unterstützen! Püppy hat  sogar einige Pullover bekommen, sodass sie immer einen im Wechsel anziehen kann, während der andere in der Waschmaschine gewaschen wird.

Das war es für heute, Neuigkeiten folgen in den kommenden Wochen,

viele Grüße aus Bergkamen!

Petra Gerlach für das Team von znb


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4. März 2012

Liebe Bullyfans,

leider muss ich weiter suchen, da 'meine' Menschen gedacht haben, Tierschutz ist kostenlos. Wieder einmal wurden die Helfer bei znb mit Menschen konfrontiert, die allen Ernstes glauben, man könne sie veräppeln. Ich wurde erst schön mit dem Auto abgeholt, der Vertrag wurde unterschrieben und versichert, die Aufwandsentschädigung (komisches Wort, heißt aber so) würde in den nächsten Tagen überwiesen. Pustekuchen, nichts kam, weder eine
Erklärung, noch die Bereitschaft ans Telefon zu gehen, fruchteten… Nachdem Ende der Woche nun doch mal Jemand den Hörer in die Hand nahm, waren die Menschen sich keiner Schuld bewusst. Also ehrlich, da war der Ofen nun endgültig aus für die Helfer. Samstagmorgen, so gefühlte 7:55 Uhr, klingelte es an der Haustür, mein ehemaliges Pflegepersonal stand vor der Tür, ich dachte sie will mich besuchen. Allerdings sah der Besuch anders aus, als ich mir das vorgestellt hatte. Die Menschen tauschten kurz und knapp sechs Worte und ich durfte wieder mitfahren. Und das in den frühen Morgenstunden, wo ich doch viel lieber noch geschlafen hätte. Na ja, ich also in das mir wohl bekannte Auto und los ging's, Richtung "alte Heimat". Nach ca. 1,5 Stunden Autofahrt war ich nun wieder in meiner Pflegestelle angekommen, ich versteh das zwar alles nicht so ganz. Aber mal ehrlich, das musste doch wohl nicht sein, sowas überlegt man sich doch erst, bevor man ein Lebewesen ins Haus holt, oder? Ich habe mir das ganz anders vorgestellt, ich war echt der guten Hoffnung meine Menschen gefunden zu haben. Ihr Menschen seit schon manchmal ein komisches Volk…

Also, gut überlegen und vielleicht bin ich ja bald schon wieder in der glücklichen Lage, nette Menschen zu finden, helft mir bitte dabei!

Ich grüße Euch, Eure Püppy

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