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Initiative SON REUS

Vorgeschichte

Wissenswertes

Kosten

SON REUS in Zahlen

WER UNS HELFEN MÖCHTE KANN DIES AUF EINIGEN WEGEN TUN

Initiative SON REUS

Die Vorgeschichte:

Vor einigen Wochen versuchte znb einen jungen Boxerrüden - ein Abgabetier - aus der Perrera SON REUS in Palma de Mallorca zu retten. Der übliche Weg war die Reservierung und dann die Abholung. Die Reservierung war erfolgt, die Abholung und Unterbringung in der Pflegestelle vor Ort waren für montags geplant, da wäre der Hund erst zehn Tage in der Perrera gewesen und hätte noch weitere elf Tage verwahrt werden müssen, so das angeblich übliche Procedere. Bei der Abholung am Montag stellte sich heraus, dass er aber schon am Samstag vorher getötet wurde...

SON REUS sollte eigentlich wie ein deutsches Tierheim arbeiten, aber die Gesetzeslage - und daraus resultierend die Vielzahl (auch durch riesige Massenzüchtungen) der ungewollten Tiere auf Mallorca - verhindern dies. Alle weiteren Perreras auf Mallorca verbringen ihre Fundtiere zum wartenden Vegetieren zu lieblosen Bedingungen (Betonboden, keine Ansprache) und dann zum Sterben nach SON REUS. Gestorben wird durch die Einschläferung, allerdings nicht - wie hier bei uns in Deutschland üblich - respektvoll und mit Narkose.

Äußerlich ein "hübsches" Gelände mit Blümchen und Brennofen, aber dafür ohne warmes Lager oder menschliche Zuwendung bis zum Tode.

Sollte ein Tier krank sein, sei es ein Geschwür haben oder bekanntermaßen Leishmaniose positiv sein (getestet wird nicht) ist dies dem Todesurteil gleich zu setzen, egal, ob geholfen werden könnte, oder nicht, ob jung oder alt. "Tierschutz" in einem europäischen Land.

Dies veranlasste das Team der Boxerhilfe und znb die initative Son Reus ins Leben zu rufen.

Von nun an wollen wir Boxer und Boxer-Mischlinge, die dort "einsitzen" für uns reservieren, bis zur Einhaltung der Eu-Impfregeln in einer Pflegestelle unterbringen, medizinisch versorgen, päppeln und dann zur Vermittlung nach Deutschland holen.

Leider ein wirklich kostenintensives Vorhaben.

So übernimmt die Boxerhilfe für jeden in SON REUS geretteten Boxer oder Boxer-Mischlinge eine Patenschaft und bittet um die Übernahme weiterer Spenden für diese Boxer, znb sorgt für die Reservierung in der Perrera SON REUS, die Unterbringung für mindestens 30 Tage, den Flug nach Deutschland inklusive aller der entstehenden Kosten und die Vermittlung.

So der Plan, und dank der gemeinsamen Kontakte und Bemühungen gelingt er auch!!!

Viele Helfer machen es möglich, dieses Projekt zu verwirklichen!

DANKE!

 

Wissenswertes:

Abgabearten in der Perrera mit Übersetzung:

1. Abandonado = Fundhund

2. Vagabundo= Streuner

3. Renuncia = Abgabetier

 

1. + 2. gehen nach 16 Tagen in die Vermittlung

3. geht noch am Abgabetag in die Vermittlung

 

Was heißt Vermittlung?

Ein Vermittlungsversuch dauert lediglich 14 Tage, nach Ablauf dieser Frist folgt die Tötung, in SON REUS durch Einschläferung, und dann werden die Kadaver eingeäschert.

Gechipte Fundhunde werden solange verwahrt, bis die behördlichen Ermittlungen und Abfragen zur Halterfindung abgeschlossen sind (was von zwei bis zu acht Monaten dauern kann), dann kommen auch diese Tiere in die Vermittlung zu den bereits genannten Bedingungen.

adopción a partir abierta lista de espera = Adoption von der Warteliste ab angegebenem Datum, wenn dieser Text beim Hund steht, kann er rausgeholt werden, für gechipte Hunde bedeutet es: endlich raus und dann hoffentlich diese Zeit überleben.

Reservierungen werden nur persönlich angenommen, telefonisch klappt nichts.

 

Kosten:

€ 14,09 für Vacunación (Impfung)

€ 18,83 für Microchip (Chip)

€   1,39 für Gastos administración (Verwaltung)

€   9,12 für Transporte (Anlieferung)

ergibt

€ 43,43 Summe der Kosten für die Perrera.

Dazu kommen

Kosten für 30 Tage Unterbringung,

Flugkosten

Kosten für Medinzinische Versorgung

Kosten für Tests auf die sogen. Reisekrankheiten

Kosten für Transporte auf der Insel

 

SON REUS in Zahlen:

Über 6000 Tiere (überwiegend Hunde und Katzen) wurden im Jahr 2006 in das städtische Tierheim von Palma gebracht (= 16 pro Tag). Nur etwa 700 wurden von ihren Besitzern wieder abgeholt. Ca. 2200 Tiere (kranke und gesunde) wurden eingeschläfert. Sie warteten zwei bis drei Wochen auf nacktem Betonboden, ohne jegliche Ansprache auf ihren Tod.

Dank vieler privater Helfer und der aufopferungsvollen Arbeit vieler Tierschutzvereine auf Mallorca konnten über 2300 Tiere aus diesem Heim vor dem sicheren Tod gerettet werden. Die meisten Tiere fanden ein neues Zuhause in Deutschland.

Erst seit knapp zwei Jahren hat das Tierheim SON REUS eine Homepage, auf der die Neueingänge zu sehen sind. Die Adoption wurde dadurch erleichtert. Zuvor mussten noch mehr Tiere sterben. In den örtlichen privaten Tierheimen werden ebenfalls hunderte ausgesetzter Tiere aufgenommen und neu vermittelt die dadurch erst gar nicht nach SON REUS kommen.

Alles Tiere, die den Einwohnern Mallorcas einfach zu viel sind.

 

WER UNS HELFEN MÖCHTE KANN DIES AUF EINIGEN WEGEN TUN:

- PATENSCHAFTEN

- SPENDEN (MONETÄRE WIE SACHSPENDEN)

- FLUGPATEN

Wir würden uns freuen und die faltigen Samtnasen auch!

 

Anke Körner-Walkenhorst - auch im Namen von Heidrun Ubrig für die Boxerhilfe

                            
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