Das Jahr 2011

Wieder geht ein Jahr voller tierischem Elend für Heim- und Nutztiere auf dieser Welt zu Ende. Der Tierschutzauftrag wird wohl nie enden. Dabei wollen wir nie vergessen: Tierschutz ist immer auch Menschenschutz!

Wieder einmal haben wir unsere Kräfte gerne gebündelt und eingesetzt. Zur "Belohnung" wird unser ehrenamtliches Engagement in der Öffentlichkeit kriminalisiert und es hat bei vielen unserer Mitmenschen keinerlei Wert, genauso wie die Hunde oder Tiere im allgemeinen auch. Europa und die Globalisierung, in der Öffentlichkeit hoch gelobt, weiter entwickelt und als superwichtig erachtet, finden im Tierschutzbereich nationale starre Begrenzungen, vehemente Verteidigung.

Wir haben uns bemüht, alle rechtlichen Hürden zu nehmen um europaweit rechtlich korrekt agieren zu können. So konnten wir über 165 Schützlinge betreuen und in ein neues Zuhause vermitteln. Fast 50 Hunde befinden sich zurzeit noch in unserer Betreuung. Es ergaben sich neue Dauerpfleglinge, an der Zahl sind es jetzt 20 (einige sind noch nicht auf der Seite aber in Sicherheit) und leider auch tierische Todesfälle bei den vermittelten Hunden. Leider sind auch zwei Boxer wieder in unsere Obhut zurück gekommen, weil deren Besitzer unerwartet verstarben und sie nun neue Menschen brauchten. In einigen Fällen konnten wir durch Krisenintervention vor Ort Boxern ihr Zuhause erhalten.

Viele Tausend Kilometer sind von uns und unseren Mitstreitern gefahren worden, um Boxer von A nach B zu transportieren oder im Notfall vor Ort Hilfe zu leisten. Zusammen mit der Boxerhilfe konnten wir einigen Boxer-Oldies helfen und uns weiterhin um die Boxer in den Tötungsstationen auf Mallorca kümmern. Leider haben sich die Umstände dort für die Hunde und Katzen nicht verändert. Immer noch werden dort nach maximal 21 Tagen die Tiere getötet und in Son Reus im Krematorium eingeäschert. Dies alles geschieht ohne Ansehen von Charakter, Alter, vorhandener Trächtigkeit, ob Welpen geführt werden und/oder dem allgemeinen Gesundheitszustand. Äußerst selten wird ein Hund vermittelt, lediglich Tierschützer und der Tierschutzverein vor Ort holen Tiere dort raus. Bisher ist jeder Versuch, auf der Sonneninsel der Schönen und Reichen ein Umdenken zu initiieren, so gut wie gescheitert. Wir unterstützen auch weiterhin unsere Kollegen dort dabei, den Wert und den respektvollen Umgang mit tierischem Leben einzufordern und zu gestalten. Ein langer Weg liegt dort noch vor uns, aber wir wollen nicht aufgeben, bitte unterstützen Sie uns bei diesen Bemühungen, indem Sie spenden!

Da wir europaweit agierenden Tierschützer ja "vermeintlich" verantwortlich zeichnen für die Ausbreitung von Parasiten & Co. und nicht die fortschreitende Erderwärmung, Klimaveränderung oder auch andere tierische mögliche Träger wie Ratten, Wild, Vögel, die die „Grenzen“ überschreiten oder sonstige grenzüberschreitende Waren- und Tiertransporte, haben wir uns renommiertes medizinisches Fachwissen an die Seite geholt. So mancher "Fall" wird mit Dr. rer. nat. Torsten Naucke von Parasitus-Ex beraten und dann entsprechend seinem Ratschlag ge-/behandelt. Natürlich stehen wir auch allen Rat suchenden Hundebesitzern mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Anpassungsfähigkeit der Parasiten an neue Gegebenheit wird gerne ignoriert... wozu auch, die Tierschützer haben doch den Schwarzen Peter... Wir testen immer auf die so genannten Reiseerkrankungen bei so genannten Auslandshunden, bei vorhandenen Erkrankungen behandeln wir diese sofort und sorgen auch dafür, dass keine Ansteckungsgefahr für andere Tiere oder gar Menschen besteht, wie zum Beispiel mittels Mückenschutz der kranken Tiere. Vertraglich wird die regelmäßige Nachtestung fixiert, da die Tests immer nur Momentaufnahmen darstellen und z.B. die Leishmaniose eine Inkubationszeit von bis zu 7 Jahren haben kann. Diese Art von Tierschutz ist sehr teuer aber im absolut notwendigen Interesse von Mensch und Tier! Leider kommen wir bei der Anzahl von Plattnasen, die wir bewältigen, an unsere monetären Grenzen und deshalb benötigen wir dringend Spenden. Aus monetären Gründen müssen wir notgedrungen die Anzahl der zu rettenden Hunde reduzieren. Das betrifft genauso die Hunde im Inland wie im europäischen Ausland. Wir haben auch Boxer aufgenommen, die aus welchen Gründen auch immer, verhaltensauffällig geworden sind. Auch deren Resozialisierung ist mit einigen Kosten verbunden. Dankenswerter Weise arbeiten wir seit Jahren in Bezug auf die so genannten "schwierigen" Fälle mit Silke Storz vom Wellenreiterhof (oder auch bekannt durch die Vierpfoten-Akademie in Mecklenburg Vorpommern) erfolgreich zusammen. So konnten wir schon so manchem vom Besitzer aufgegebenen oder sogar von der Euthanasie bedrohte Boxer nicht nur das Leben retten, sondern sie auch in ein neues, anderes Leben begleiten. Bei einigen "Problem-Boxer"-Besitzern wurde in Form eines Urlaubs in den Ferienwohnungen im Wellenreiterhof das "tierische" Problem mit Frau Storz be- und erarbeitet und Lösungen angeboten.

Der Mensch hat nicht das Recht, über Tiere zu urteilen.
Sie stammen aus einer Welt, die älter und vollständiger war als unsere jetzt,
ihre Erscheinung ist besser und vollständiger,
sie haben Eigenschaften, die wir verloren oder nie erreicht haben… 
Sie sind keine Untertanen, sie gehören einer anderen Nation an - und sind nur durch Zufall
mit uns zugleich ins Netz der Zeit gefallen, die wir Glanz und Plage zugleich für die Erde sind.

(Henry Beston)

Nun möchte ich noch DANKE sagen für jedwede Unterstützung unserer Arbeit für "unsere" Plattnasen, wie auch jedem Übernehmer eines unserer Hunde! DANKE von ganzem Herzen Euch/Ihnen allen! Ihr/Sie seid/sind KLASSE! Wir wünschen Ihnen allen ein glückliches, friedvolles Jahr 2012!

Allem pflanzlichem, tierischen, menschlichen Leben wünschen wir, dass der Mensch sich wieder auf Werte wie Respekt und Achtung besinnt! In diesem Leben zählen nicht nur Geld und Macht!

Anke Körner-Walkenhorst für das Team von znb

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